10-14  Tipps, wie Du Deine Mitarbeiter konsequent demotivierst

Oft gibt es Situationen im Reisebüro die schnelle Entscheidungen fordern. Wenn Du jetzt aus Routine, Zeitmangel und Ungeduld den Mitarbeiter zu harsch angehst, dann nimmst du ihm die Lust und die Motivation bei der Arbeit. Mit Augenzwinkern schreibe ich in diesem Blog für Chefs und Chefinnen, denen es nicht auffällt, was sie manchmal mit ihren Äußerungen anrichten. Alle Führungskräfte sind gefordert, sich zu entwickeln und zwar häufig weit über das bisher Umgesetzte hinaus.

Hier sind allerdings auch die Mitarbeiter gefordert: Gebt eurem Chef ein Feedback, besprecht Eure Wünsche im Team-Meeting und tragt sie eurem Chef vor. Nur so habt ihr eine Chance auf Veränderung.

Diesen Text haben wir mit freundlicher Genehmigung der Autorin Malaika Loher aus ihrem Blog übernommen und nur ganz wenig abgeändert:

Du bist der Chef, die Chefin? Du willst von Deinen Mitarbeitern als Vorbild anerkannt werden? Dann wird es Zeit, die harten Bandagen auszupacken! Mitarbeiter einzubeziehen oder kooperativ zu führen ist schließlich nur was für Weicheier. Wer zu viel (Lob)Zucker verteilt, erntet Faulheit und Trägheit. Wie Du sicher Angst und Schrecken verbreitest, erfährst Du in den folgenden 10 – 14 Tipps.

1. Spare dir jede Form von Höflichkeitsfloskeln. Begrüßt wird nur, wer zuerst grüßt. Vermeide dabei den Augenkontakt, sonst verlierst du wertvolle Zeit mit Small-Talk. Die Mitarbeiter, die aus deiner Sicht nicht genug Leistungen bringen, solltest du sowieso meiden.

2. Danksagungen führen zu Faulheit. Kein Mitarbeiter sollte sich auf seinen Lorbeeren ausruhen. Lobe also möglichst selten und am besten immer die Gleichen.

3. Kritik solltest du sofort, ungeachtet der Situation an den Mitarbeiter zurückmelden. Sei dabei deutlich, ganz du selbst und nehme kein Blatt vor den Mund. Gerne auch vor den Kollegen, damit die gleich wissen, woran sie bei dir sind.

4. Bitte keine Geburtstags- oder Weihnachtsgrüße. Das lenkt den Mitarbeiter von der Arbeit ab. Schließlich sind sie keine Freunde. Maximal eine Standardkarte, besser eine E-Mail.

5. Trage deine Stimmung immer nach außen, ob du gut gelaunt bist oder nicht. Zeige es dem Mitarbeiter!

6. Signalisiere in Mitarbeitergesprächen deutlich über deine Körpersprache, ob dich etwas interessiert, du der gleichen Meinung bist oder nicht. Unterbreche den Mitarbeiter, wenn er aus deiner Sicht falsch liegt und sage ihm das in aller Deutlichkeit.

7. Spreche in Team-Besprechungen möglichst viel, leise und undeutlich. Das schafft Aufmerksamkeit. Stelle am Ende die Frage „Gibt es noch Fragen?“ mit tiefer werdender Stimmlage. So bekommst du keinen Gegenwind und kannst schnell wieder an deine eigentliche Arbeit zurück.

8. Treffe am Ende von langatmigen Diskussionen eine klare Entscheidung. Untermaure das mit den Worten „So wird es jetzt gemacht und fertig! Das war mir vorher schon klar, dass es so laufen wird.“ Zeige deine Enttäuschung.

9. Sei vor allem am Morgen richtig schlecht gelaunt, damit der Mitarbeiter merkt, dass du gestern lange gearbeitet hast und richtig viel zu tun hast. Sei kurz vor Ende der Arbeitszeit kurz angebunden und genervt, damit der Mitarbeiter merkt, dass auch du einmal Feierabend hast.

10. Schicke am Abend, am Wochenende und im Urlaub E-Mails an deine Mitarbeiter mit Handlungsaufforderungen. So siehst du, wie motiviert deine Leute sind.

Zusätze von mir:

11. Mische dich in jedes Kundengespräch ein und erzähle von deinen Erfahrungen. Du kannst ja nicht erwarten, dass dein Mitarbeiter alles weiß und willst ihm nur helfen.

12. Wenn du eine hochwertige Buchung gemacht hast, dann gebe ordentlich vor deiner Belegschaft an. Sie müssen ja wissen, was sie an ihrem Chef haben.

13. Beobachte alles was sich in deinem Reisebüro abspielt, halte die Kontrolle aufrecht und gebe am besten ständig Feedback. Das lässt deine Mitarbeiter immer besser werden.

14. Lass deine Mitarbeiter im Unklaren wann du kommst oder gehst. Es braucht ja auch nicht jeder wissen, wo du bist und was du machst. Die Mitarbeiter sollen auch lernen, Kunden abzuwimmeln.

Das wir uns richtig verstehen: Natürlich gibt es unter euch, meine lieben Leser, keine solche Chefs. Dieser Text ist ja hauptsächlich für den Fall der Fälle gedacht: Also nur wenn ihr von so einem Chef oder einer so seltenen Chefin mal was hört.

Dann empfehle ich zur Besserung diesen Blog https://www.wir-verkaufen-urlaub.de/chefsache-10-tipps-so-motiviere-ich-meine-mitarbeiter-im-reisebuero/

4 Kommentare
  1. Silke Edel-Pfannschmidt
    Silke Edel-Pfannschmidt sagte:

    Wenn es solche Chefs nicht gibt, warum tun dann viele Reisebüromitarbeiter oder Mitarbeiterinnen nach vielen Jahren nur noch ihren Job nachVorschrift. Meiner Erfahrung ist, dass es leider mehr als wir denken solche Chefs gibt. Deshalb bleibt auch dann die Freude an der Arbeit auf der Strecke. Nur motivierte Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter. Das sollte sich so mancher Chef an den Spiegel hängen.

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  2. Claudia Grimm
    Claudia Grimm sagte:

    Punkt 15.
    Als Reisebüro-Chef musst Du natürlich alle besonders interessanten Info-Reisen und Veranstaltungen selbst besuchen, um Dir ein Bild zu machen. Dies ist vor allem dann ganz besonders wichtig, wenn Du selbst gar nicht (mehr) aktiv verkaufst!

    Punkt 16.
    Lebe nach dem Motto „Nicht geschimpft ist genug gelobt.“ !

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  3. Gwosdz
    Gwosdz sagte:

    Ob Ihr es glaubt oder nicht, genau so eine Chefin hatte ich und ich bin soooo froh, dass ich !!! sie verlassen habe.
    Aber es ist wirklich so, solche Chefs merken es nicht einmal, wie sie auf ihre Mitarbeiter wirken. Sie behandeln Ihr
    Kapital (Mitarbeiter) wie Inventar.

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