Wenn es zwischen dir und deinem Kunden funkt

Schon vom ersten Moment ist es da – bereits in der Kontaktphase – dieses Vertrauen und ein feines, wohliges Gefühl. Die Gespräche verlaufen auf Augenhöhe, leicht und locker. Selbst unangenehme Informationen gehen dir wie selbstverständlich über die Lippen. Du hast einen Kunden gewonnen, du magst ihn und er dich, spürbar. Eine Dauerbeziehung und du freust dich auf ein Wiedersehen.

Das wäre natürlich immer wünschenswert, aber es gibt auch das:

Die Atmosphäre war neutral

Das Gespräch war okay. Nichts besonders Auffälliges, eben ganz neutral. Kurze Zeit nach seinem Besuch hast du schon den Namen des Kunden vergessen. Vielleicht kommt er wieder, ruft wieder an. Vielleicht auch nicht. Du bist ganz neutral.
Was könntest du verbessern? Den Kunden mal loben, ihm ein Kompliment aussprechen, mehr fragen, sich für ihn interessieren. Über Gemeinsamkeiten reden, wie Urlaub oder Hobbies. Wenn Du Lust hast, probiere es mal aus – ich freue mich wenn es klappt.

Es funkte nicht – im Gegenteil

Vom ersten Moment der Begegnung hast du schon ein ungutes Gefühl: Ob das was mit dem Kunden wird? Schwierig, er weiß nicht was er will, es geht nicht vorwärts und dann weiß er auch noch alles besser. Menschen, bei denen es nicht funkt, werden selten zu Stammkunden. Manchmal funktioniert’s nur mit einer Kraftanstrengung.

Trigger könnten es sein

Manchmal erinnert uns ein Mensch an eine Begegnung. Ein Lehrer, Mutter, Vater waren vielleicht streng. An einen Slang (zum Beispiel schwäbisch) oder eine Frisur, einen Satz, eine Bewegung. Als Trigger können Bilder, das geschriebene Wort, Gerüche, Geräusche wirken – alles, was die Kernelemente traumatischer Erfahrungen berühren kann.

Ihr kennt das ja, wenn Ihr eine Musik hört, wo Ihr gute vielleicht sogar verliebte Erinnerungen hattet. Auch das ist ein Trigger, ein schöner halt…

Was kannst Du tun?

Das ist eine Lebensübung: Nicht bewerten, nicht verurteilen, den Menschen ganz neutral sehen. Auch hier gibt es bestimmt etwas auf was du dich konzentrieren könntest: Die Kleidung, eine Uhr, einen besonderen Humor, seine Reiseidee…

Irgendetwas gibt es auch an diesem Menschen Interessantes.  Später, im Nachhinein fällt Dir bestimmt ein, an was dich dieser Mensch erinnert hat…

Trigger sind ein großes Thema und ich möchte dir einige Werkzeuge geben, die mir geholfen haben, das nächste Mal anders zu reagieren. Das braucht etwas Zeit und Achtsamkeit. In der Zwischenzeit kannst du, wenn ein Trigger auftaucht, deine 5 Sinne benutzen, um dich selbst zum gegenwärtigen Moment zurückzubringen. Was kannst du sehen, riechen und hören? Du kannst sogar etwas Selbstberuhigendes tun, indem du deine Hände auf dein Herz legst und zu dir selbst sagst: „Es ist okay, ich bin sicher“.

Angriff/Kritik im Webinar, in Facebook, im Training – gottseidank ganz wenige – habe ich auch schon erlebt. Ich habe gelernt, dass diese Angriffe mehr über den anderen aussagt, als über mich. Trigger katapultieren deinen Körper in den Kampf oder die Fluchtreaktion, was kein gesunder Zustand ist. Also wollen wir dich so schnell wie möglich aus dieser roten Zone herausholen.

Dann, wenn du kannst, setz dich an einen ruhigen Ort und stelle dir diese Fragen:

Was ist das Gefühl, das gerade ausgelöst wird?
Warum wird dieses Gefühl ausgelöst?
Warum interessiert mich das so sehr?

Du kannst ein Blatt Papier nehmen und unzensiert und ungehemmt drauflos schreiben. Niemand wird es lesen, also benutze es, um dir selbst zu helfen zu verstehen, warum dieser Trigger passiert sein könnte und was er für dich bedeutet. Es wird einige AHA-Momente für dich geben, also bleib offen für alles, was dir in den Sinn kommt. Und denk daran, es ist nichts falsch mit dir!

Doch wo kommt der Begriff Trigger überhaupt her?

Trigger ist englisch und bedeutet Auslöser. Bezogen auf menschliche Gefühle benutzt man ihn eigentlich in der Psychologie, und zwar für Dinge, die Erinnerungen an traumatische oder einschneidende Erlebnisse auslösen können.

Ich bin enorm gespannt, was Du dazu sagst: Was ist der Grund dafür, dass eine gefühlsmäßig positive Beziehung zum Kunden meistens zu einer Dauerbeziehung mit dir führt? Was kannst du unternehmen, um die Zahl dieser positiven Beziehungen zu erhöhen?
Schreib mir gern: info@margit-heuser.de

Waren die Ideen hilfreich? Und, wie geht es Dir jetzt? Du kannst das Gelesene gern gleich mal ausprobieren. Vielleicht springt gleich ein Funke über den Counter. Gutes Gelingen!

Hör auch gern hier rein: „Reisebüro On AIR – der Podcast für leidenschaftliche Reiseverkäufer Episode 13“

Und schreib mir natürlich gern deine Ideen, Wünsche und Herausforderungen. I frei mi.

Bis bald und mach es gut – Du bist großartig –

Deine Margit

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