Pausen im Reisebüro

7 Tipps für kleine Pausen im anstrengenden Reisebüro-Alltag

Bei diesem Thema bin ich das beste Vorführmodell – ever. Pausen? Was ist das? Keine Zeit fürs Nichtstun! Ich war auch noch stolz, dass ich so lange Durcharbeiten konnte. Finde ich da unter meinen Lesern gleichgesinnte? Abends sind wir dann fix und fertig, zu nichts mehr zu gebrauchen – nur noch Sofa. Völlig ausgelaugt!

Ich meine nicht die Mittagspause – über die wir uns auch noch unterhalten können – sondern diese kleinen so wichtigen Minuten der Ruhe und Entspannung.

Beim „Durcharbeiten“ sinken erwiesenermaßen sowohl Leistung, als auch Konzentration. Machen Sie guten Gewissens Pausen. Nach 90 Minuten Arbeit sind zehn Minuten Pause fällig – am besten mit Bewegung und frischer Luft. In Stressphasen können es ruhig auch ein paar Minuten mehr sein.

Richtige Pausen machen produktiver, fördern die Konzentration und minimieren Fehler am Arbeitsplatz. Auch die Denkleistung erhöht sich durch Erholungsphasen, fanden Forscher der University of Edinburgh. Wer regelmäßig die Füße hochlegt, kann sich Dinge besser merken. Die Minipausen haben außerdem nachweislich einen motivierenden Effekt.

Ich habe mir fest vorgenommen, mehr und aktiviere Pausen während meiner anstrengenden Arbeitstage einzurichten. Ich stelle mir jetzt sogar den Wecker im Smartphone, der mich an die nächste Pause erinnert. Es wirkt – ich bin abends nicht mehr so erledigt und kann auch noch etwas unternehmen.

Nun haben Sie auch noch die Herausforderung, dass Kunden vor Ihnen sitzen und Sie nicht einfach wegspringen können. Die Beratungsgespräche sollten ja möglichst nicht länger als 45 Minuten dauern, sonst wird es selbst dem Kunden zu lang beim Stillsitzen. Meine beste Empfehlung, die ich an dieser Stelle immer wieder anbringe: Führen Sie Termine mit den Kunden ein und Sie können den Stress mit den ständigen Laufkunden entzerren und immer wieder eine kleine Pause einlegen. Demnächst schreibe ich darüber noch einen Artikel. Versprochen!

Ich weiß schon, das geht alles nicht immer so einfach. Es ist wie die meisten Veränderungen in erster Linie eine Umstellung der Gewohnheiten.

Zur Erleichterung hier meine 7 Tipps zur Pausengestaltung im Reisebüro:

  1.  Die Mini-Entspannung am Counter

3 x tief durchatmen geht bestimmt immer. Eine Atemübung hilft noch mehr. Ein großer Schluck Wasser auch. Dabei mal die Beine strecken und den Kopf in beide Richtungen sanft drehen. Das nennt man Stuhlgymnastik. Wenn kein Kunde in der Nähe ist können Sie auch mal die Arme strecken und die Hände ausschütteln.

  1.  Im Backoffice kurz abschalten

Eine Tasse Kaffee – Tee darf es auch sein – oder noch besser Wasser trinken. Ein kleines Schwätzchen mit der Kollegin halten und dabei die Beine und Arme kräftig bewegen.

  1.  Überprüfe es selbst, frage Dich

Wie lange sitzt Du schon in derselben unbequemen Haltung? Wie fühlt sich Dein Körper an? Wie geht es Deinem Nacken, dem Rücken, Deinem Kopf? Und wie fließt Deine Atmung?

Schaffen Sie sich grundsätzlich einen Kontrast zu Ihrer normalen Sitzhaltung. Es gibt im Internet eine Menge Übungen, die für Entspannung am Arbeitsplatz sorgen.  Ich habe Ihnen ein paar Ideen als Link angehängt.

  1.  Mal einfach nichts denken und was ganz Anderes tun

Wenn Sie eine anstrengende Beratung oder ein aufwändiges Angebot geschrieben haben, gibt es manchmal fast so was wie eine Sehnsucht nach einer einfachen manuellen Tätigkeit. Da könnten Sie doch zwischendurch Getränke oder Katalog auffüllen oder einfach nur Ihren Schreibtisch wieder in Ordnung bringen. Dabei möglichst im Stehen arbeiten.

  1.  Ein paar Minuten vor die Tür zum Durchatmen

Es geht auch im Hinterhof (?!) sofern es da frische Luft gibt. Atmen Sie kräftig durch und strecken Sie Ihre angespannten Glieder. Lassen Sie die Augen ohne bestimmte Ziele in die Ferne schweifen – das entspannt besonders dann, wenn Sie viel am PC arbeiten.

  1.  Raus aus dem Haus – bin dann kurz weg

Ein paar Minuten die Straße entlangschlendern, in andere Schaufenster schauen, die Leute beobachten oder (wenn es das gibt) auf einer Grünfläche spazieren gehen. Dabei kommen Sie schnell auf andere – oft sehr nützliche – Gedanken.

  1.  Alle zusammen pausieren

Wenn ich als Counter-Trainerin unterwegs bin, besuche ich immer wieder Reisebüro-Teams, die zusammen Pause machen. In TUI-Reisebüro Freiburg zum Beispiel gibt es eine tägliche gemeinsame Vesperpause. Hier wird Pause auch mit einem kleinen Gespräch verbunden.

Das sind alles kleine Maßnahmen um sich zu entspannen und wieder Energie und Kraft für das nächste Beratungsgespräch zu finden. Sie haben bestimmt noch weitere interessante Ideen. Was machen Sie in Ihrer kleinen Pause? Ich freue mich – wie immer – über Anregungen und Ideen. Hier in der Kommentarzeile ist Platz für Ihre Impulse

  • Das ist mir wichtig

    Auch hier, wie in allen meinen Blogs, wieder die Bitte an meine lieben Leser: Kommentieren, schreiben Sie mit, schicken Sie mir Ihre Ideen und Ihre Maßnahmen.

4 Kommentare
  1. Silke Silke Edel-Pfannschmidt
    Silke Silke Edel-Pfannschmidt says:

    Als mobile Reiseberaterin arbeite ich nur mit Kundenterminen. Das ist sehr hilfreich bei der Organisation des Tages. Außerdem verlangt die Tätigkeit auch ein hohes Maß an Selbstdisziplin, weil ich sonst tatsächlich bis spät in der Nacht noch etwas für mein Reisebüro tun würde. Ich halte es wie Frau Heuser. Um regelmäßig Pausen zu machen, stelle ich mir den Timer am Handy ein. So komme ich dazu, kurze und effektive Pausen zu machen. Dabei trinke ich Wasser und mache Atemübungen.

    Antworten
    • Margit Heuser
      Margit Heuser says:

      Hallo liebe Frau Pfannschmidt,
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Wunderbar Ihre Pausenübungen. Das Thema „Selbstdisziplin“ werde ich demnächst aufgreifen – danke für den Implus.
      Schöne Pfingsten und immer viele nette gutbuchende Kunden wünsche ich Ihnen

      Antworten

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