Bitte konzentriert Euch bei der Arbeit!

Kürzlich habe ich im SZ-Newsletter einen Kurzvortrag des Neurobiologen Henning Beck entdeckt, bei dem mir ehrlich gesagt die Haare zu Berge stehen: Man soll sich während der Arbeit ablenken lassen und „fehlerfrei arbeiten könnte sie ihren Job kosten“.

Der Appell „Lassen Sie sich ablenken“ wird keinem Reisebüro-Chef gefallen. Ablenkung mit Katzenvideos oder sonstiger niedlicher Nebenher-Beschäftigung helfen ganz bestimmt nicht bei der Konzentration auf einen Kunden oder bei einem herausfordernden Angebot. Bitte konzentriert Euch bei der Arbeit im Reisebüro! Wie schnell passieren Buchungsfehler, die dann nur noch teuer ausgebadet werden müssen.

Kreative und erfolgreiche Reisebüromitarbeiter müssen effizient und (fast) fehlerfrei arbeiten! Wenn nicht, sind die Folgen fatal: Falsche Flugzeiten, falsche Übergangszeiten, falsche Hotelbuchung. Kein Reisebürochef und kein Kunde wird begeistert sein.

Im Reisebüro gibt es auch kaum langweilige Arbeit, bei der man in Versuchung kommt, sich abzulenken, wie Herr Beck in seiner letzten Antwort erklärt. Ich plädiere eher für häufigere Pausen, um kurz so richtig abzuschalten, um sich anschließend umso besser zu konzentrieren.

  • Noch ein Tipp

    Zur Sicherheit und zum Abschluss eines Auftrages empfehle ich, den Vorgang nochmals durchzuschauen und kurz in Dich gehen, ob du an alles gedacht hast. Bei der Gelegenheit könnt ihr euch auch gleich „kräftig“ loben – GUT GEMACHT!

13 Kommentare
  1. Werner Lukaszewicz
    Werner Lukaszewicz says:

    Liebe Margit,
    es gibt leider genügend Ablenkung im Reisebüro, um abgelenkt zu sein. Das ist nun mal leider so in unserer heutigen Zeit. Email-Eingang, Telefon, weitere Kunden, evtl. Privat- oder Geschäftshandy (selbst wenn man es leise stellt) und vieles andere mehr. Und es ist nachgewiesenermaßen so, dass wir alle – egal, ob Männlein oder Weiblein – uns nicht auf verschiedene Dinge gleichzeitig konzentrieren können (Multitasking). Deshalb lege ich immer nach einer Weile eine Pause ein, in der ich mich bewusst vom Arbeitsplatz entferne, um ein Glas Wasser, eine Tasse Kaffee oder so zu trinken und auch den Kopf frei zu bekommen.
    Danach geht’s dann wieder entspannter und konzentriert weiter. Gelingt nicht immer, aber doch recht oft.

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    • Margit Heuser
      Margit Heuser says:

      Ja lieber Werner, das ist tatsächlich die einzige Möglichkeit: Immer wieder eine Pause einlegen – sich ein wenig abzulenken und abends etwas zu unternehmen oder sich mit etwas zu beschäftigen, dass ganz außerhalb vom Job liegt. Ich habe gesehen, dass Du gern fotografierst – macht bestimmt Spaß. Ich male und beim Malen tauche ich in ganz andere Regionen, die wenig mit meinem Tages-Job zu tun haben, ab. Danke für den KOmmentar

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  2. Tanja Schmidtke
    Tanja Schmidtke says:

    Hallo Frau Heuser,
    ich kann dem Tipp des Neurobiologen auch nicht viel abgewinnen. Gerade bei unserer Arbeit muss man auf so viele Kleinigkeiten und Details achten, da wäre Ablenkung wirklich fatal. Und dass Multitasking kein Talent sondern ein Trugschluss ist, dürfte ja mittlerweile auch kein Geheimnis mehr sein. Ich halte es immer so, die konzentrierten Phasen regelmäßig zu unterbrechen, mit einfachen Dingen oder auch mal einer bewusste Pause für private Nachrichten. So kommt nichts zu kurz und man ist immer „voll bei der Sache“.

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  3. Bernd Schray
    Bernd Schray says:

    Hallo, liebe Margit. Konzentration bei der Arbeit ist der Schlüssel zum Erfolg! Den Ratschlag des Neurobiologen kann man nicht ernstnehmen, weil die meisten Chefs eher nach dem Prinzip Mitarbeiter einstellen: „fehlerhaft arbeiten könnte den Job kosten“.
    Oder nicht?

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    • Margit Heuser
      Margit Heuser says:

      Hallo Bernd, ja da hast Du recht. Der große Nachteil – jetzt außerhalb von der Konzentration- ist, dass unsere nicht vorhandene Fehlerkultur, keine Experimente zulässt. Da gibt es dann auch keine neuen Ideen und keine Innovationen.
      Kobjoll, der Chef vom Schindlerhof in Nürnberg sagt dazu: Meine Mitarbeiter dürfen Entscheidungen treffen und Fehler machen. Wir wählen sogar den Fehler des Monats und bedanken uns für den Mut des Betreffenden. Wo ich Fehler machen darf, bin ich motiviert. Wenn Sie als Volontärin drei Beiträge unkorrigiert in Druck geben, sind Sie garantiert motivierter, als wenn 15 Hampelmänner ihre Artikel vorher auseinander nehmen.Fehler kosten zwar Geld, aber keine Fehler zuzulassen kostet mehr. Viele Unternehmen sind nicht risikobereit genug. Danke für deinen Kommentar – freue mich immer wieder von dir zu lesen!

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      • Bernd Schray
        Bernd Schray says:

        Hallo Margit, ich würde die Haltung von H. Kobjoll aber eher einer Einstellung zuordnen, die freie Entscheidungen und Eigeninitiave (=Verantwortung) zulässt und den Mitarbeitern Freiheiten einräumt. Ich halte das bei meinen MAs genauso. Das heisst im Endeffekt aber, dass kaum Fehler vorkommen! Trotzdem lesen meistens 4 Leute über einen Artikel drüber (siehe blog.betravel.de) und reichern den Stoff an, ohne dass der/die AutorIn sich gegängelt fühlt. Es gibt Sachen, wo man keine Fehler öffentlich machen darf, weil das sehr viel Geld kosten kann (Fotos, die nicht urheberrechtlich abgeklärt sind, von Getty Images etc. ). Es gibt keine einheitliche Handlungsanleitung dazu, weil es so viele unterschiedliche Faktoren gibt. Liebe Grüße

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  4. Cindy Hoffmann
    Cindy Hoffmann says:

    Liebe Margit, ich finde als „Ablenkung“ zwischen Buchungen auch simples „Katalogbekleben“ immer gut. Da kann nicht viel schief gehen ,man kann seinen Gedanken freien Lauf lassen und wird wieder kreativer.

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    • Margit Heuser
      Margit Heuser says:

      Hallo Cindy, ja genau, das mache ich auch. Ich putze Staub oder sauge mal dazwischen. Danach geht es wieder konzentriert weiter….
      Danke für Deinen Kommentar- immer wieder – gerne….

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  5. Silke Silke Edel-Pfannschmidt
    Silke Silke Edel-Pfannschmidt says:

    Hallo liebe Frau Heuser,
    ich finde es richtig, dass Sie meinen, wir sollten uns voll auf unsere Arbeit konzentrieren. Ich denke, dass ist schon schwer genug. Schließlich wollen wir zufriedene Kunden. Ja, Sie haben Recht. Lieber zwischendurch nach getaner Arbeit mal eine Pause einlegen, um mit neuen Elan an die Arbeit zu gehen.

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    • Margit Heuser
      Margit Heuser says:

      Hallo frau Edel-Pfannschmidt, liebe Silke, unbedingt. Pausen sind so extrem wichtig. Durchatmen und einen Vorgang in Ruhe zu Ende bringen und sich danach einfach mal ein paar Sekunden freuen, stolz sein und dann geht es motiviert und erfrischt weiter. Danke für den Kommentar – bis bald

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  6. Ingrid Schubert
    Ingrid Schubert says:

    Liebe Frau Heuser,
    da kann ich Ihnen nur zustimmen! Konzentration ist das A & O im Reisebüro. Deshalb gehört z.B. das private Handy nicht in die Schreibtischschublade (oder gar auf den Schreibtisch…) – eingehende Whatsapp Nachrichten lenken auch ab.
    Viele Grüße,
    Ingrid Schubert

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    • Margit Heuser
      Margit Heuser says:

      Liebe Frau Schubert,
      ja, das meinte ich auch. Deswegen sind Pausen, Durchschnauf-Aktionen und einen Schluck trinken soooo wichtig. Herzlichen Dank für Ihren Kommentar – liebe Grüße aus dem Allgäu

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