Starte morgens mit EINEM Ziel für den Tag!

Morgens um 8.45 Uhr in einem Reisebüro: Der Mantel wird aufgehängt, die Kaffeemaschine eingeschaltet, der Computer hochgefahren. Schon steht der erste Kunde im Laden oder die erste E-Mail wird gelesen. Es geht los …

Sich so holterdipolter in den Arbeitstag zu stürzen, ist keine gute Idee. Das greift auch der Wirtschaftsredakteur Daniel Hüfner in seinem Artikel Wie startet man perfekt in den Arbeitstag?“ auf und gibt Tipps für die ersten 10 Minuten am Morgen. Tipp Nr. 5 spricht an, wie wichtig es ist, sich Ziele zu setzen.

Stimmt: Ziele machen produktiver. Das ist aber noch nicht alles! An einem Ziel hängt die Motivation, die persönliche Weiterentwicklung und deine Erfolgserlebnisse – und zwar täglich.

Die morgendliche Zielsetzung bringt diese drei Pluspunkte

  1. Ein Ziel, bevor der Alltag losgeht, ist wegweisend für den ganzen Tag. Morgens ist dafür die beste Zeit: Du kannst aktuell abchecken, was gerade besonders wichtig ist und einen klaren Fokus auf das legen, was Du erreichen möchtest. Dass ein konkretes Ziel deinen Tag produktiver macht, liegt auf der Hand: Du nimmst dir was vor und hast das Vorhaben den ganzen Tag vor Augen.
  2. Es ist unglaublich motivierend, sich jeden Tag etwas vorzunehmen – und abends sagen zu können „Das Ziel ist erreicht!“ Dabei ist völlig egal, ob das Ziel schwierig oder einfach ist. Alleine die Tatsache, selbst was angepeilt und erledigt zu haben, pusht ungemein nach vorne. Die neue Gewohnheit fühlt sich immer besser an.
  3. Feierabend – es ist alles erledigt. Neben dem fremdbestimmten Alltag, hast du selbstbestimmt und aktiv etwas umgesetzt, das dir wichtig war. Geschafft! Freu Dich wie verrückt!

Agieren anstatt Reagieren

Mit einem Tagesziel in der Tasche kannst du proaktiv sein. Du triffst bewusste Entscheidungen statt dich von den Umständen – den Kunden, dem Chef, der Anweisung – „zwingen“ zu lassen. Du bist kein Spielball mehr, sondern ChefIn deines Tages. Das heißt, dass du dich neben dem normalen Kundengeschäft auf dein angestrebtes Ziel konzentrierst.

Ein Tagesziel ist ein wichtiges kleines Puzzle-Stück auf dem Weg, dich und dein Reisebüro voranzubringen.

Alles auf die Eins! Warum ein Ziel für den Anfang reicht.

„Lieber weniger und das richtig“ ist ein guter Vorsatz. Bei zu vielen Zielen fühlt man sich schnell überfordert, dann passiert meistens gar nichts. Zu viele Ziele kosten auch viel zu viel Zeit und immerhin ist einem vorher ja schon nicht langweilig. Erspar dir diesen Frust – immer eins nach dem anderen! Wenn du mit dem Vorhaben „Ziele setzen“ neu startest, dann nimm dir immer nur ein Ziel für den Tag vor.

Die 3 K`s:  Klein-konkret-konsequent

Klein. Klein heißt wirklich klein. Es muss machbar sein, es darf dir ruhig „banal“ vorkommen. Klein heißt aber auch, sich hin und wieder zu fordern. Jeder hat eigene Trau-Ziele und Hemmschwellen.
Die Möglichkeiten der Zielsetzung sind unendlich. Da gibt es viele kleine Vorhaben, die Großes bewirken. Beispiel: Obwohl es selbstverständlich scheint, grüßen viele Reisebüromitarbeiter ihre Kunden nicht richtig. Sie stehen nicht auf und gehen dem Kunden auch nicht entgegen. Es wäre ein wunderbares kleines Ziel, HEUTE mal gezielt auf die Begrüßung zu achten.

An einem anderen Tag ist ein kleines Ziel, jedem Kunden eine bestimmte Frage zu stellen, die man bisher übersehen hat. Nur eine.

Und ein anderes Mal ist dein Ziel vielleicht, einen einzigen Interessenten anzurufen und zu fragen, wie es um seinen Urlaub steht. Nicht jeden, nur einen.

Konkret Konkret bedeutet eine klare, kurze Beschreibung des Vorhabens. Beispiel: Statt „Ich grüße Kunden, die reinkommen“ > „Ich nehme Blickkontakt auf, schaue freundlich, stehe auf und mache nichts nebenbei.“

oder statt: „Ich mache eine bessere Bedarfsermittlung. > „Bei der Bedarfsermittlung frage ich heute jeden Kunden was ihm das Wichtigste im Urlaub ist.“

Konsequent. Sich jeden Tag ein konkretes Ziel vorzunehmen, heißt, konsequent dranzubleiben. Da gibts zwei Ebenen: Eins ist, an dem speziellen Tag wirklich konsequent das kleine Ziel durchzuziehen – ohne Ausreden!

Das andere ist, dass manche Ziele sich gut wiederholen lassen und man sie dauerhaft trainieren kann. Zum Beispiel erstmal nur freitags das Tagesziel haben, einen einzigen Kunden anzurufen. Die Woche drauf kann es der Dienstag und der Freitag sein. Denn: Je öfter man etwas tut, desto mutiger wird man und desto schneller wird es zur Gewohnheit.

„‚Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg‘, sagte schon der chinesische Philosoph Laozi“, schreibt Daniel Hüfner gleich zu Anfang. Recht hat er!

  • Das Wichtigste

    Im nächsten Schritt zum nächsten Ziel entwickelst du dich ständig selbstbestimmt weiter. Du packst das an, was gerade fürs Reisebüro und für dich wichtig ist und setzt es um. Dabei weitest du ganz nebenbei deine Komfortzone aus.

5 Kommentare
  1. Christina Herden
    Christina Herden says:

    Hallo liebe Margit Heuser,

    vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag.
    Ich habe ein Notizbuch in A5 auf Arbeit. Jedem Tag widme ich eine Seite mit den wichtigsten To-Do’s und ich kann mir vostellen, dass ich in Farbe, unter dem Datum sehr gern ein Tagesziel entwerfen kann. Denn ich finde die Idee klasse! Vielleicht sollte mein neues Ziel sein, es auszuprobieren. 😉 Danke auf jeden Fall für die Tipps und Ideen.

    Liebe Grüße,
    Christina

    Antworten
  2. Bernd Schray
    Bernd Schray says:

    Hallo liebe Margit, deine Tipps sind einfach klasse. Vielleicht eine Hilfestellung dazu: Schreib das Ziel auf einen DIN A4 Bogen, dann vertieft es sich. Und man kann so eine Zielesammlung aufbauen, die man immer wieder verwenden und modifizieren, anpassen kann.

    Perfektionisten schreiben sich das Ergebnis am Ende des Tages auf: Ziel erreicht, Verbesserungsmöglichkeiten, Reflektionen, Gedanken, was auch immer…
    Und die Profis unter den Zielsetzern gönnen sich dann nach erfolgreicher Zielsetzung noch ein Feierabendbier oder ein Sahneschnittchen 🙂

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  3. Edel-Pfannschmidtz
    Edel-Pfannschmidtz says:

    Hallo Frau Heuser,
    Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich lege mein Ziel für den kommenden Tag abends vor dem Zubettgehen fest. Ist bei mir so Routine geworden. Und ja, ich freue mich und fühle mich gut, wenn das Ziel erreicht ist. Diese Zielsetzung gibt meinem Tag auch eine gewisse Struktur, weil ich auf die Erfüllung des Ziels hinarbeite. Herzliche Grüße und einen schönen Tag. Silke Edel-Pfannschmidt

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    • Margit Heuser
      Margit Heuser says:

      Liebe Frau Edel-Pfannschmidt, ein Ziel abends festzulegen, ist auch eine gute Idee. Und sobald wir eine Struktur haben, sind wir selbstbestimmt und damit zufrieden. Vielen Dank für den Kommentar – immer wieder gerne. Es grßt Margit

      Antworten

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